für alle HundetrainerInnen

Sie sind Hundetrainer oder Hundeverhaltensberater? Dann können Sie einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit von Kindern und zur Reduktion möglicher Abgaben von Familienhunden leisten, indem Sie …

  1. Welpen- und Junghundebesitzer, die keine Kinder im eigenen Haushalt haben, auf die Wichtigkeit der Sozialisierung gegenüber Kindern jeden Alters hinwiesen. Oft kommen im Laufe der nicht selten über fünfzehnjährigen Lebenszeit eines Hundes Kinder hinzu – oder auch schon Enkelkinder zum Aufpassen. Lehren Sie Ihre Kursteilnehmer, dass jede Sozialisierungsmaßnahme häufig wiederholt werden muss, eine erfreuliche Erfahrung sein muss und wie man Stress im Hund erkennt. Denn wo Stress beginnt, hört die freudige Erfahrung auf.
  2. Welpen- und Junghundebesitzer auf das wichtigste Thema der Hundeaufzucht hinweisen: Beißhemmung! Die „Deadline“ für die Beißhemmung ist im Alter von ca. viereinhalb Monaten – danach kann sie wahrscheinlich nicht mehr verändert werden (Quelle: Dr. Ian Dunbar). Wie man eine Beißhemmung gezielt aufbaut, finden Sie in den Büchern „Before and After You Get Your Puppy“ (Dubar, 2001 und 2008/2011) oder in diesem Clip.
  3. Hunde in Ihren Kursen nicht zu „Balljunkies“ ohne Impulskontrolle machen. Wenn Hunde in einen regelrechten Rauschzustand geraten, sobald sie schnelle Bewegungen wahrnehmen, kann das für spielende Kinder gefährlich werden. Trainieren Sie im Kurs, wie man einen Hund von einem fliegenden Ball oder anderen schnell bewegten Objekten und Menschen abruft. Ein Raketenrückruf hat schon so manchen Jogger, so manches Reh und vor allem Kind vor unerwünschtem „Fangen spielen“ geschützt. Übungen zu Impulskontrolle und Signalkontrolle, sowie Ruheübungen finden Sie zum Beispiel in den Büchern von McDevitt „Control Unleashed. Creating a Focused And Confident Dog“ (auf Deutsch: „Stressfrei über alle Hürden“), „Control Unleashed. The Puppy Program“ oder in „Handbuch für Hibbelhunde“ (Lunzer 2015).
  4. in Ihrer Hundeschule gewaltfreie Erziehungsmethoden unterrichten, denn Strafreize stehen nachweislich in Zusammenhang mit Aggressivität bei Hunden (Herron, Shofer, Reisner 2009). Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Kinder ihre Eltern in ihren Interaktionen mit dem Hund imitieren; dann ist das Risiko besonders hoch, dass der Hund sich mit den Zähnen gegen das Kind wehrt.

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